HOW TO … Sojajoghurt selbst herstellen

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Werbung/ Da Markennamen zu sehen und genannt

Wenn es ums Futter geht, hat ja fast jede und jeder irgendein guilty-pleasure.

Die eine Sache, die man liebt und trotzdem nicht so oft isst, wie man gerne würde. Weil sie nicht zu der selbst gewählten Ernährungsweise passt, Inhaltsstoffe enthält, die mehr nach Chemiebaukasten als nach gesundem Lebensmittel klingen, tausende Kilometer weit über den Ozean geflogen werden muss oder in Kombination mit Unmengen an unerwünschtem Verpackungsmüll kommen.

Mein persönliches guilty-pleasure war lange Sojajoghurt. Fast jeden Tag landete ein 500g-Plastikbecher aus Plastik, mit Pappbanderole und Aludeckel im Müll.

Als Chiapudding zum Frühstück oder zwischendurch, mit Senf, Essig und Gewürzen im Salatdressing, in Shakes oder einfach pur mit gepufftem Getreide und Obst. Bis heute vergeht kaum ein Tag, an dem Sojajoghurt nicht in irgendeiner Form auf meinem Speiseplan steht.

Mittlerweile züchte ich meinen Joghurt allerdings erfolgreich selbst auf der Fensterbank. Und weil ich (auch aus eigener Erfahrung) weiß, dass das am Anfang ziemlich frustrierend, und mit vielen Fehlversuchen verbunden sein kann, gibt es hier meinen Fahrplan für den perfekten, cremigen, selbst gemachten Sojajoghurt:

1. Der Joghurtbereiter

Ich verwende einen Joghurtbereiter, der energiesparend, weil ohne Strom arbeitet, keine gekauften Joghurtkulturen benötigt und recht handlich, leicht zu reinigen und platzsparend ist. Den Yoghurtbereiter gibt es von Klarstein oder My.Yo. im Internet und kostet rund 25 Euro.

2. Sojadrink und Sojajoghurt

Diese beiden Komponenten führten im Anfangsstadium tatsächlich zu den größten Unterschieden. Ich habe einige Kombinationen ausprobiert und bin letztendlich bei einem ungesüßten Sojajoghurt von Sojade als Starterkultur in Verbindung mit einem ebenfalls ungesüßten Sojadrink von dmbio gelandet und erziele damit einen konstant festen, aber cremigen Joghurt, der in Konsistenz und Geschmack sehr an das Ausgangsprodukt von Sojade erinnert.

Abraten kann ich von Experimenten mit Sojadrinks mit Geschmack (Vanille etc.) oder Calcium, gesüßten Drinks und allen Sojajoghurts von Provamel oder Alpro. Jedes Mal, wenn ich eine der genannten Komponenten verwendet habe, blieb der Joghurt nahezu flüssig.

3. Die Zubereitung

Während ich in einem Wasserkocher ca. einen Liter Wasser zum Kochen bringe, gebe ich etwa 100 g Sojajoghurt in dem weißen Innenbehälter des Joghurtbereiters. Bei der Menge bin ich nicht dogmatisch, hauptsache der Boden des Behälters ist leicht bedeckt. Anschließend gieße ich ca. 2cm Sojadrink auf und verrühre alles zu einer möglichst glatten Flüssigkeit. Besonders gut eignet sich dafür ein Schaumschläger. Mit Schneebesen habe ich leider keine guten Erfahrungen gemacht, da sich der Joghurt damit am Bodenrand des Behälters absetzt.

Anschließend gieße ich das Ganze bis kurz unter den Rand mit Sojadrink auf und rühre nochmal gut durch (Achtung, nicht zu heftig rühren, die Flüssigkeit schäumt ganz schön) und schließe das weiße Gefäß mit dem Deckel.

Sobald das Wasser kocht, gebe ich dieses bis kurz über die Markierung in den grünen (oder orangenen, ja nachdem welches Modell ihr habt). Anschließend wird das weiße Gefäß mit der Flüssigkeit eingesetzt. Ich stelle den grünen Behälter dazu meist auf ein Geschirrtuch, denn ein wenig kochendes Wasser schwappt irgendwie immer über.

4. Die Fermentation

In den meisten Beiträgen und Anleitungen wird geraten, den Joghurt etwa 12 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen. Wenn ich es ganz eilig habe, halte ich mich an diese Empfehlung, in der Regel gebe ich dem Joghurt aber mindestens 16 Stunden Zeit, um eine perfekt cremige Konsistenz zu erreichen. Meistens setze ich das Gemisch mittags, bzw. abends an und nehme es am nächsten Morgen, bzw. Mittag aus dem Außenbehälter und stelle ihn zur weiteren Aufbewahrung in den Kühlschrank. Häufig hat sich auf dem Joghurt eine dünne Schicht aus Kondenzwasser gebildet, die einfach sehr vorsichtig abgegossen werden kann. Auch im Laufe des ersten Tages wird sich noch weiteres Kondenzwasser auf dem Joghurt abgießen. Je nachdem, welche Konsistenz du dir für deinen Joghurt wünschst, kannst du diese vorsichtig abgießen oder abschöpfen, oder wieder in den Joghurt rühren. Der fertige Joghurt ist im Kühlschrank mindestens eine Woche haltbar. Längere Tests habe ich aufgrund akuter Sojajoghurtliebe noch nicht durchgeführt.

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5. Fazit

Gleich vorab: Natürlich ist auch der selbst gemachte Joghurt nicht 100% nachhaltig und plastikfrei. Trotz allem fällt pro Kilo Joghurt noch ein Tetrapack Sojadrink, sowie pro 4 Kilo Joghurt ein Becher gekaufter Sojajoghurt an. Eine Einsparung im Vergleich zu rein gekauften Joghurts ist es aber auf jeden Fall.

Für einen 400g-Becher Sojajoghurt von Sojade zahle ich in meinem Biomarkt rund 1,70 Euro, für einen Liter Sojadrink bei dm 95 Cent. Im Schnitt kosten mich 1kg selbst gemachter Sojajoghurt also 1,375 Euro, im Vergleich dazu 1 kg Joghurt von Sojade 4,25 Euro.

Der Geschmacksunterschied zwischen den verschiedenen Joghurtarten ist wie bei allem ntürlich extrem subjektiv. Ich persönlich mag die gekaufen Joghurts von Sojade, Provamel und Alpro geschmacklich alle sehr gerne, während der selbst gemachte die ersten Male etwas gewöhnungbedürftig war. Seit ich die für mich optimale Vorgehensweise herausgefunden habe, schmecke ich aber auch hier kaum noch einen Unterschied.

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