Eine Hommage an den Griesbrei

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Wenn man sich das typische Frühstück einer Veganerin vorstellt, denkt man wahrscheinlich typischerweise und ganz klischeeartig an grüne Smoothies, große Bowls mit Acaipüree, Chiasamen und Maulbeeren oder Bananeneis mit Clorellaalgen.

Ach wenn ich grüne Smoothies liebe und auch Chiasamen ganz regelmäßig verwende, von den meisten Superfoods, die leider häufig getrocknet, pulverisiert und um die halbe Welt geflogen wurde, bevor sie in unserer Smoothiebowl landen, halte ich eher wenig.

Die Alternative meiner Wahl, die mich das ganze Jahr über, nicht nur als Frühstück, immer wieder satt und glücklich macht, ist so einfach wie banal: Griesbrei.

Deshalb stelle euch hier meine liebsten Zubereitungsarten und Griesbreivariationen für jede Jahreszeit vor.

Frühling

Mein Frühlingsgriesbrei ist gleichzeitig die klassische Variante, die im Grunde zu jeder Art von Früchten oder Beeren passt. Ich koche dazu 400ml Mandeldrink auf, bis er ordentlich beginnt zu dampfen, lasse dann 50g Gries einrieseln, ich verwende für alle Rezepte am liebsten Bio-Dinkelgries, reduziere die Hitze, gebe das Mark einer halben Vanilleschote und eine Prise Salz dazu und rühre den Gries mit einem Schneebesen in den Drink ein. Nach etwa 5 Minuten unter regelmäßigem Rühren ist der Brei eingedickt, ich schalte die Platte aus und nehme den Topf vom Herd. Getoppt wird der Brei bei mir mit gestifteten Mandeln, Beeren und anderem saisonalem Obst.

Griesbrei 2

Sommer

Ja, auch in der heißesten Jahreszeit gibt es Griesbrei auf meinem Frühstücktisch (oder einfach zwischendurch). Wer bei entsprechenden Temperaturen kein warmes Frühstück ertragen kann, oder bei wem es morgens extrem schnell gehen muss, kann sich den Griesbrei natürlich auch schon am Vorabend zubereiten und im Kühlschrank parken.

Damit mein Sommergriesbrei so richtig nach Urlaub schmeckt, koche ich dafür 300ml Kokosdrink auf (ich nehme dafür den aus dem Tetrapack oder verdünne ca. 50ml der cremigen Kokosmilch aus der Dose mit Wasser), streue 40g Dinkelgries und eine Prise Salz ein, lasse das Ganze unter Rühren auf geringer Hitze einkochen und nehme den Top vom Herd.

Während der Brei kocht, röste ich in einer Pfanne zwei EL Kokosraspeln ohne Fett an, bis sie leicht gebräunt sind und duften.

Sobald der Griesbrei etwas abgekühlt ist, fülle ich ihn in eine Schale, toppe ihn mit den Kokosraspeln, frischen Pfirsichen, Nektarinen oder anderem Obst der Saison.

Griesbrei

Herbst

Wenn es draußen ungemütlicher wird, beginnt ja bei den Meisten erst die Griesbreisaison, und auch bei mir kommt er jetzt noch häufiger auf den Tisch als sonst.

Für meinen traditionellen Herbstgriesbrei verwende ich eine Mischung aus 200 ml Hafermilch und 200ml Wasser, die ich aufkoche, dann wieder eine Prise Salz zugebe, 40g Dinkelgries einstreue und den Brei unter Rühren eindicken lasse. Kurz bevor der Brei die gewünschte Konsistens erreicht hat, gebe ich zwei EL Rosinen dazu, rühre alles unter und nehme den Topf zum quellen vom Herd.

Währenddessen schneide ich einen Apfel in Scheiben, hacke einen EL Walnüsse, gebe beides mit 2 EL Ahornsirup in eine Pfanne und karamelisiere das Ganze, bis die Äpfel weich und die Walnüsse leicht angebraten sind.

Anschließend gebe ich den Griesbrei in eine Schale, gebe die Karamel- Apfel- Nuss- Mischung dazu und bestreue das Ganze mit einer Prise gemahlener Vanille und Zimt.

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Winter

Der Winter ist ja geradezu prädestiniert für warmes Frühstück, da passt natürlich auch der Griesbrei perfekt ins Frühstücksrepertoire. Weil die Obstauswahl hierzulande ja eher mau ist, greife auch ich hier gerne auf die Exoten von Übersee zurück und träume dabei von den wärmeren Temperaturen in anderen Teilen der Welt.

Für meinen Winterbrei koche ich wieder die klassische Variante aus 400ml Mandelmilch, aus der ich mit einer Prise Salz, 40g Dinkelgries und dem Mark einer halben Vanilleschote den Brei zubereite. Wenn der Brei noch etwas dünnflüssig ist, gebe ich außerdem einen TL Chiasamen und einen EL gemahlene Mandeln dazu, rühre beides ein und lasse den Brei ausquellen.

Währenddessen röste ich in einer Pflanne ohne Fett zwei EL Kokosraspeln an, bis sie leicht gebräunt sind und duften und serviere das Ganze mit Pappaya, Orangen, Mandarinen oder Mangostücken.

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