Herbst Food:Maronen-Walnuss-Apfel-Brot

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Die beste aller Jahreszeiten hat begonnen, der Spätsommer gibt Alles und verwöhnt meine süddeutsche Heimat noch Mitte Oktober mit Temperaturen jenseits der 25 Grad,mit grandiosen Apfel- und Walnussernten und Kastanien jeder Art in Hülle und Fülle, vollkommen kostenfrei unter jedem dritten Baum.

Ich persönlich habe das Glück, von all dem ganz unmittelbar zu profitieren, denn Walnüsse bekomme ich in kaum essbaren Mengen aus dem großelterlichen Garten, Äpfel pflücke ich direkt vor der eigenen Terrassentür vom eigenen Apfelbaum und dank einiger Stunden, die ich sammelnderweise im nahen Schwarzwald verbracht habe, ist mein Kühlfach schon jetzt picke-packe-voll mit geschälten und blanchierten Maronen dieser Saison. Wer keine so idealen Umstände in der eignen Umgebung hat, findet die Zutaten zur Zeit aber natürlich auch super günstig, saisonal und regional auf jedem Wochenmarkt.

Aus gegebenem Anlass und dieser (natürlich sehr luxuriösen und äußerst wilkommenen) Not habe ich in den letzten Tagen den perfekten Snack für die aktuell sehr sommerlichen Temperaturen kreiert. Das dabei entstandene, herbstliche Brot schmeckt durch die Apfelstücke unheimlich saftig und auch ganz pur super lecker, passt aber natürlich auch als Beilage zu (Kürbis-)Suppe ebenso wie zu süßen Aufstrichen (ich empfehle eine vegane Schokocreme eurer Wahl) oder Nussmus jeder Art.

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What you need.

550g Dinkelvollkornmehl. 2 TL Salz. 9g Trockenhefe.

1 TL Zuckerrohrmelasse. (Rübenzucker oder dunkler Agavendicksaft)

200g gegarte Maronen. 100g Walnüsse. Einen großen, säuerlichen Apfel.

Hint. Hint.

Ich bekomme die Maronen aus dem nahen Wald, schäle und koche sie selbst. Das ist nicht nur super günstig, sondern auch nachhaltig, weil lokal, verpackungsfrei und mit Freunden ziemlich spaßig. Die Schälerei ist etwas mühsam, lohnt sich aber. Am besten funktioniert es bei mir, wenn ich die flache Seite und die Kappe mit einem scharfen Messer abtrenne, den übrigen Mantel dann einritze und abziehe. Die geschälten Maronen gare ich dann in einem Dämpfeinsatz je nach Größe 10-15 Min.

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What to do.

Vor der eigentlichen Bäckerei müssen die Zutaten für das Brot vorbereitet werden. Dazu zerdrücke ich die gegarten Maronen mit einer Gabel grob, knacke und hacke die Walnüsse (eine Häfte sollte etwa geviertelt werden und würfle den Apfel in ca. 1cmx1cm große Stücke.

Diese Zutaten mische ich mit dem Mehl und dem Salz in einer großen Schüssel, forme in der Mitter eine kleine Kuhle, gebe die Hefe und die Süße hinein, gieße 380ml lauwarmes Wasser dazu und verrühre Alles zu einer homogenen Masse.

Den fertigen Teig gebe ich auf die bemehlte Arbeitsplatte und knete den Teig sehr gründlich ca. 10 Minuten durch, ziehe ihn dabei immer wieder lang und schlage ihn auf die Oberfläche. Zuletzt forme ich den Teig zu einer Kugel, gebe sie zurück in die Schüssel und lasse ihn an einem warmen Ort (meistens türme ich in meinem Bett einfach einige Decken und Kissen auf der Schüssel, die ich mit einem großen BUch abdecke) für ca. 6 Stunden gehen.

Vor der Weiterverarbeitung heize ich den Ofen auf 230 Grad Celcius/ Umluft vor und stelle eine kleine, leere Auflaufform auf den Boden des Ofens. Den Teig löse ich mit bemehlten Händen aus der Schüssel, gebe ihn auf dei bemehlte Arbeitsfläche, teile ihn mit einem scharfen Messer in der Mitte und forme zwei lange Rollen etwa in Form eines dicken Baguettes. Der Teig sollte jetzt nicht mehr intensiv geknetet, sondern nur vorsichtig gerollt werden.

Die beiden Rollen platziere ich auf einem, mit einer Mehrwegbackfolie ausgelegten Ofengitter. Dann öffne ich den vergeheizten Ofen, gieße ca. 50ml Wasser in die Auflaufform, schiebe das Gitter mit den Broten in die mittlere Ofenschiene und schließe den Ofen möglichst zügig wieder.

Die Brote backe ich ca. 10min bei 230 Grad, reduziere die HItze dann auf 200 Grad und backe sie 15-20min zu Ende. Die Brote sind nach der Backzeit durch die saftigen Äfpel am Boden noch recht weich, das gibt sich allerdings nachdem die Brot vollständig ausgekühlt sind.

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