Canihua – Superfood – Brot

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Wer mich kennt, wird wissen, dass man mich mit Superfood, Nahrungsergänzugsmitteln und so weiter nicht wirklich hinterm Ofen hervorlocken kann.

Ich würde sowohl geschmacklich, aber vor allem aus Gründen der Nachhaltigkeit immer die heimische Hirse peruanischem Quinoa oder Amaranth, Lein- den Chiasamen und Hasel- gegenüber Pecannüssen vorziehen.

Genau aus diesem Grund fristet eine kleine Packung Canihua, die ich vor Jahren von einer Kollegin geschenkt bekommen habe, ein ziemlich trauriges Darsein in meinem Vorratsraum und ist tatsächlich schon von Karlsruhe nach Berlin und wieder zurück in den Schwarzwald mit mir umgezogen.

 

Canihua ist ein rotkörniges Pseudogetreide mit ähnlich größen Körnchen wie Amaranth, glutenfrei und erinnert mit seinem nussigen Geschmack an roten Quinoa.

Als ich vor ein paar Wochen meine Vorräte auszusortieren und alles, was ich nicht gerne und regelmäßig konsumiere, gezielt aufzubrauchen, musste ich leider feststellen, dass die Konsistenz von gekochtem Canihua leider so gar nicht mein Fall ist. Weil ich aber natürlich keine Lebensmittel wegschmeißen möchte und sich auch in meinem Bekanntenkreis niemand erbarmt hat, musste eine Lösung her. Und für eine passionierte Brotbäckerin, wie ich es bin, liegt da die Verarbeitung in einem großen Brotlaib natürlich nahe. Entstanden ist ein super leckeres Vollkornbrot mit nussiger Note und dunkler, herber Knusperkruste.

What you need.

400g Dinkelvollkornmehl. 100g Buchweizenvollkornmehl. 100g Canihua.

1 Päckchen Trockenhefe. 100g Paranusskerne. 100g Sonennblumenkerne.

1 EL Salz. 1 EL Kurkuma gemahlen. Bunter Pfeffer.

1 EL Zuckerrohrmelasse. 300ml lauwarmes Wasser.

Hint. Hint

Paranusskerne sind laut aktuellem Wissenstand die beste Selenquelle für Veganer und Vegetarier und sollten daher sehr regelmäßig verzehrt werden. Eine große Nuss deckt den täglichen Selenbedarf. Wer Probleme damit hat, täglich an die Ration Paranüsse zu denken, tut sich einen Gefallen damit, die Selendosis in diesem leckeren Brot zu verpacken.

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What to do.

Die Canihuakörnchen werden vorher in heißen Wasser eingeweicht. Aufgrund der winzigen Größe dauert das maximal drei Stunde, länger (zum Beispiel über Nacht) klappt das sogar mit kaltem Wasser.

Am Tag der Zubereitung hacke ich die Paranüsse und gebe sie mit den Sonnenblumenkernen in eine heiße Pfanne. Die Mischung wird unter Rühren angeröstet, bis die Kerne leicht gebräunt sind und duften.

Die Mehlsorten werden währenddessen in einer großen Schüssel mit dem Salz, den Gewürzen und der Trockenhefe gemischt. Dann rühre ich die Kerne unter, gebe die Melasse und das Wasser dazu und vermenge alles grob. Anschließend wird der Teig auf einer bemehlten Fläche mit den Händen geknetet, bis sich alles zu einem homogenen zähen Teig verbindet. Je länger der Teig geknetet wird, desto fluffiger wird er später bei Backen. Dabei ziehe ich den Teig mehrmals auseinander, schlage ihn auf die Arbeitsfläche und klappe ihn immer wieder zusammen. Vor allem Vollkornteig braucht ziemlich viel Handarbeit, damit ordentlich aufgeht und nicht wie ein Klotz aus dem Ofen kommt.

Die fertige Teigkugel gebe ich zurück in die Schüssel, decke sie mit einem Deckel oder einem großen Buch ab und lasse den Teig an einem warmen Ort (zum Beispiel im Bett unter einem Berg Kissen und Decken mindestens vier Stunden gehen.

Vor der Weiterverarbeitung fülle ich eine kleine Auflauf- oder Gratinformmit ca. 100ml Wasser, stelle sie auf den Boden des Ofens und heize diesen auf 180 Grand Ober- / Unterhitze vor.

Nach der Gehzeit sollte der Teig sein Volumen verdoppelt haben, sich leicht aus der Schale lösen und auf die bemehlte Arbeitsfläche geben lassen. Dort forme ich den Teig mit möglichst wenigen Handgriffen, um das Volumen nicht zu zerstören, zu zwei länglichen Laiben und setze sie mit ausreichend Abstand auf ein, mit Permanentbackpapier ausgelegtes Blech. Dann wird der Ofen möglichst zügig geöffnet und das Blech mittig in den Ofen geschoben und die Ofentür wieder geschlossen, um nicht zu viel der feucht-warmen Luft entweichen zu lassen.

Die Brote backen je nach Größe ca. 25 bis 35 Minuten. Zur Prüfung kann mit einem Holzstäbchen in den Laib gestochen werden. Bleibt kein Teig daran zurück sind die Brote durch und können aus dem Ofen genommen werden.

 

 

 

 

 

 

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