HOW TO … Deocreme selbst herstellen

Deo, beziehungsweise Schwitzen ist ja per se schon ein nicht unbedingt angenehmes Thema. So richtig unangenehm wird es aber, wenn man sich vor Augen führt, wie viel Chemie auf der einen Seite in herkömmlichen Deos aller Art steckt und wie viel Plastik- und Aluminiummüll, bei den Sprühvarianten außerdem noch extrem umweltschädliche Treibhausgase auf der anderen Seite durch die unzähligen Roller, Döschen und Sprühflaschen entsteht.

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Über Propan und (Iso-)butan, die nicht nur aus Erdöl gewonnen werden, sondern vor allem auch beim Austreten in die Atmosphäre gelangen, möchte ich eigentlich gar nicht sprechen. Mir ist zum Glück keine einzige Person bekannt, die sich mit Nachhaltigkeit und Umweltschutz auseinandersetzte und trotzdem wissenderweise gemeinsam mit ihrem/ seinem Deo Treibhausgase in die Welt sprüht.

Alternative Produkte in Glasflaschen mit Pumpspendern, Kugelkopfflaschen oder in Stiftform setzten zwar keine Treibhausgase frei, trotzdem bleibt nach der Verwendung noch eine ganze Menge Verpackungsmüll über und mir täglich Parfüme und Inhaltsstoffe, die sich Steareth-2, Trisodium, Aluminium Chlorohydrat, PPG-15 usw. nennen, auf relativ durchlässiges Gewerbe zu schmieren, ist mir ehrlicherweise auch nicht so richtig sympathisch.

Über bleiben also die üblichen Naturkosmetikmarken, die einigermaßen natürliche Inhaltsstoffe in Pumpspendern und Kugelkopfflaschen anbieten und die Müllproblematik auch nur sehr bedingt lösen oder nachhaltig hergestellte Alternativen in fester Form, die man mittlerweile in vielen Unverpacktläden, teilweise sogar in Drogerien und natürlich online bekommt.

Diese Deocremes bestehen in der Regel aus zähl- und aussprechbaren, meist gut nachvollziehbaren Zutaten, was natrülich schon mal super ist. Als kleiner Wehmutstropfen bleibt das Glastöpfchen plus Plastikdeckel, häufig auch noch ein Pappkarton als Umverpackung und natürlich der, im Vergleich zu den „bösen“ klassischen Varianten, vielfache Preis.

Ich habe mich in der Umstiegsphase ein bisschen mit den verschiedenen Anbietern und Produkten beschäftigt und hatte relativ bald keine Lust mehr zwischen secht uns vierzehn Euro für ein bisschen Öl mit Natron, Salz und natürlichen Duftstoffen zu bezahlen und beschlossen, meine Deocreme selbst herzustellen.

Das Rezept für selbst hergestellte Deocreme ist, Überraschung, ebenso einfach wie die Inhaltsstoffe der gekauften Produkte. Ich bereite in der Regel gleich zwei kleine Glächen vor, je Eines für mein Badezimmer und Eines für die Sporttasche und brauche die beiden Portionen je nach Saison und sportlicher Aktivitär in zwei bis drei Monaten auf.

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Für zwei Cremedöschen erwärme ich vier gehäufte Esslöffel Kokosfett in einem Topf und löse darin 3 Esslöffel Kochsalz und einen Esslöffel Natron unter Rühren auf. Im Grunde ist die Creme jetzt schon fertig und kann zum Abkühlen und Aushärten in zwei kleine Dosen abgefüllt werden. Ich persönlich mag ein bisschen zusätzlichen Duft ganz gerne und gebe deshalb vor dem Abfüllen noch einige Tropfen von einem natrülichen ätherischen Öl in den Topf.

Zur Verwendung kann die Creme einfach mit dem Finger aus dem Glas genommen werden und mit dem Händen unter dem Armen verteilt werden. Sie fühlt sich durch das Salz ganz leicht körnig an, lässt sich aber super einmassieren und riecht entweder leicht nach Kokos oder eben nach dem äthrischen Öl, das verwendet wurde.

Kleiner Disclaimer: Natürlich ist mir bewusst, dass ich die Deocreme nicht gänzlich müllfrei herstelle. Das Kokosöl kommt im großen Glas, das Natron und das Salz bekomme ich in großen Tüten, im Pappkarton und einzelnen (beschichteten) Sachets oder komplett unverpack im Unverpackladen meiner Wahl, das Öl extrahiere ich entweder selbst auf Kräutern oder Zitruszesten oder kaufe ein winziges Glas mit Plastikdeckel. Allerdings reichen alle Zutaten in den Verpackungsgrößen, die ich konsumiere für viele, viele Gläser Deocreme (im Schnitt etwa für 30) und so ist der Verpackungsmüll der durch die selbst hergestellte Variante entsteht im Vergleich zu gekauften Produkten wirklich verschwindend gering.

3 Gedanken zu “HOW TO … Deocreme selbst herstellen

  1. Guten Morgen 🙂
    Ich sehe das mit dem dadurch entstehenden Müll nicht als dramatisch an. Wir können ganz ohne Müllproduktion nur schwer leben, reduzieren – und das machen wir ja – ist ein großer, guter Schritt!
    Wie wirkt das selbstgemachte Deo denn? Ich bin da noch unentschlossen. Gerne möchte ich das auch mal probieren, habe aber Sorge, dass es nicht wirklich funktioniert. Was sind da deine Erfahrungen?

    Lieben Gruß,
    Jani

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    1. Hallo Jani,
      Vielen Dank für dein Feedback. Ich sehe das ganz ähnlich wie du. Hauptsache man macht sich Gedanken und verbessert sich, wo relativ viel Abfall entsteht und es ohne viel Aufwand möglich ist 🙂
      Seit ich Natriumsalz dazu gebe, bin ich mit der Wirksamkeit sehr zufrieden und verwende mittlerweile auch beim Sport nur noch die selbstgemachte Creme. Ich Sommer creme ich häufig im Laufe des Tages nochmal nach. Das habe ich allerdings auch schon gemacht, als ich noch gekaufte Produkte verwendet habe.
      Lass mich gerne wissen, was du davon hältst, wenn du das Rezept ausprobierst 🙂
      Liebe Grüße Lara

      Gefällt 1 Person

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