Festtagsbraten mit Walnusskruste

Es ist Mitte Dezember. Weihnachten steht quasi schon im Wohnzimmer.

Und wie die Meisten beschäftigt mich, neben der Auswahl möglichst schöner, nützlicher und nachhaltiger Geschenke für alle Menschen, die ich gerne beschenken möchte, natürlich auch die Frage nach dem perfekten Weihnachtsfutter.

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Da ich der einzige Veganer in meiner Feiertagsumgebung bin und sich der Rest meiner Familie vegetarisch oder omnivor ernährt, bin ich selbst dafür verantwortlich am Heiligabend satt und glücklich zu werden.

Grundsätzlich ist das natürlich kein Problem, denn eben durch meine Sonderstellung bin ich in neunzig Prozent der Fälle der Koch in meinem Haushalt. Aber natürlich soll mein Weihnachtsmahl a. ein bisschen besonders sein und b. alle übrigen Mitesser am Tisch möglichst neidisch machen.

Und obwohl ich weder zu meinen omnivoren Zeiten ein großer Freund von Tierkram war und daher auch jetzt nur super selten Fleischersatzprodukte konsumiere, habe ich mich dieses Jahr für einen selbst gemachten, veganen Tofu-Kidneybohnen-Braten mit Walnusskruste entschieden.

What you need.

150g Sojaschnetzel. 250g gekochte Kidneybohnen. 125g Räuchertofu.

100g Tomatenmark. Je eine Zwiebel und eine Knolauchzehe. Tamari- oder Sojasoße.

Salz. Pfeffer. Gemüsebrühe. Oregano getrocknet. Cumin oder Ras el Hanout.

50g Walnussmus oder anderes Nussmus eurer Wahl. 2 EL Sonnenblumenkerne.

Hint.Hint.

Die Zutaten werden ohnehin püriert, deshalb ist es ziemlich egal, ob ihr Sojaschnetzel, -würfel oder -steaks verwendet. Das Rezept eignet sich also super, Trockenprodukte, die fast jeder und jede Veganer und Veganerin Zuhause rumfahren hat, aufzubrauchen.

In Sachen Räuchertofu empfehle ich eine der festeren Varianten, die man zum Beispiel bei Aldi Süd oder Rossmann bekommt. Seid dann aber vorsichtig mit der Salzmenge, den der Tofu ist an sich schon super würzig.

What to do.

Die Sojastücke werden je nach Größe in ausreichend Wasser mit Gemüsebrühe 5 bis 15 Minuten weichgekocht. Währenddessen hacke ich Zwiebel und den Knoblauch, brate beides kurz in der Pfanne an, lösche es mit Tamari ab und stelle die Pfanne beiseite. Die Kidneybohnen gieße ich ab und wasche sie gründlich. Den Tofu schneide ich in grobe Stücke.

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Sobald die Sojastücke weich sind, gieße ich sie ebenfalls ab und gebe sie zurück in den Topf. Dann füge ich die Bohnen und den Tofu dazu, gebe Tomatenmark und die Zwiebel-Knoblauch-Mischung dazu und würze allem mit Salz, Pfeffer, Cumin oder Ras el Hanout und getrocknetem Oregano.

Dann püriere ich die Mischung, bis eine Masse entsteht, deren Konsistenz und Farbe an Leberwurst erinnert. Mit feuchten Händen forme ich aus der Masse einen Braten und platziere ihn auf einem, mit Silikonbackfolie ausgelegtes Backblech und backe den Braten bei 150 Grad Umluft für ca. 40 Minuten durch.

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Wird der Braten zwischendurch zu dunkel, decke ich ihn mit einem Stück Alufolie gründlich ab.

Nach der Backzeit nehme ich den Braten aus dem Ofen und bestreiche ihn großzügig mit Walnussmus (Cashew- oder Mandelmus schmeckt natrülich auch super) und bestreue ihn mit zwei Esslöffeln Sonnenblumenkernen.

Den glasierten Braten gebe ich dann noch einmal für ca. 10 Minuten zurück in den Ofen und backe ihn bei 150 Grad bis die Sonnenblumenkerne leicht geröstet sind und eine dunkelbraune Kruste entsteht.

An Heiligabend wird es den Braten bei mir voraussichtlich mit selbstgemachten veganen Herzoginkartoffeln, einer dunklen Soße und Feldsalat geben. Natürlich schmeckt er aber auch zu Kartoffelpüree und Rosenkohl oder zu Pasta mit einer Tomatensoße sehr hervorragend.

Der Braten hält sich abgedeckt im Kühlschrank für mindestens fünf Tage und kann bei Bedarf im Backofen erwärmt oder scheibchenweise in einer Pfanne angebraten werden.

2 Gedanken zu “Festtagsbraten mit Walnusskruste

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