Wie ich die Adventszeit nachhaltig überlebt habe. Plus: eine zerowaste, last minute Geschenkidee

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Weihnachten ist ja so eine Sache. Auf der einen Seite liebe ich es zu schenken und beschenkt zu werden, verbringe kalte Winterabende bevorzugt auf Weihnachtsmärkten und lasse mir die kalte dunkle Jahreszeit nur zu gerne durch leuchtende Innenstädte und funkelnde Häuser versüßen.

Auf der anderen Seite ist Weihnachten jedes Jahr fast unumgänglich mit Geschenkestress, der allgegenwärtigen Konsumschlacht, ziemlich viel Verpackungsmüll und überflüssigen Mitbringseln verbunden.

Ich habe mir für diesen Advent vorgenommen, die positiven Benefits des Weihnachtswahnsinns mitzunehmen und gleichzeitig weder übermäßig unnötigen Plastikmüll zu produzieren, meine Freunde und Familie mit überflüssigen Geschenke zuzumüllen oder mich unnötig zu stressen.

Ersteres hat schon mal ganz fantastisch geklappt. Ich habe dieses Jahr so viel Zeit auf so vielen wundervollen Weihnachtsmärkten verbracht, wie noch nie zuvor, gefühlt zwanzig Ladungen Plätzchen gebacken und komplett ohne schlechtes Gewissen geschlemmt und schon lange vor der Adventszeit Ausschau nach passenden, brauch- oder verbrauchbaren Geschenken gehalten.

Ich verschenke dieses Jahr vor allem selbstgebastelte Gutscheine für (gemeinsame) Aktivitäten, selbstgebackenes Brot plus verschiedene Aufstriche, selbst gemachtes Deo (das Rezept dafür gibt es übrigens hier), selbstgetrocknete Teemischungen oder für den ganz Kleinen auch nachhaltig und fair produzierte Holzspielzeuge.

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Die Geschenke an sich sind also schon mal ziemlich nachhaltig, zerowaste und die Gefahr, dass Eine oder Einer der Beschenken so gar nichts mit seinem oder ihrem Geschenk anfangen kann ist eher gering. Die Gutscheine habe ich vor allem aus recyclingfähigem Papier oder Karton und alten Zeitungen selbst gebastelt. Eingepackt wird das Ganze dann ebenfalls in altes, möglichst hübsches Zeitungspapier, wenn machbar ohne Tesafilm und nur mit Schnüren, die so lang sind, dass sie nach dem Auspacken weiter verwendet werden können. Dekorativ werden die Geschenke durch kleine Namensschildchen, getrocknete Orangenscheiben und kleine Rosmarin-Zweigchen.

Aber natürlich kann es trotzdem passieren, dass man trotz ausreichend Vorlaufzeit und intensiver Beschäftigung kurz vor Weihnachten doch nicht für Alle, die man gerne beschenken möchte, das perfekte Geschenk parat hat.

Gerade in solchen Fällen ist es dann doch ziemlich verlockend, auf den Weihnachtsmärkten oder sonst wo zusammenzukaufen, die meistens wenig nachhaltig sind und am Ende im schlimmsten fall doch nur in irgendeiner Ecke landen.

Um solche Notkäufe zu vermeiden, habe ich schon vor ein paar Wochen vorgesorgt und mir alle Zutaten für eine ziemlich große Menge selbst gebrauten Punsch besorgt. Dieses ideale last minute Weihnachtsgeschenk ist nicht nur super fix gemacht und mach richtig was her, sondern schmeckt vor allem so lecker, das es sicher bei Jedem und Jeder wegkommt.

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Selbst gemachter Winterpunsch.

Das Rezept ist denkbar simpel. Für einen Liter werden 750ml Wasser mit zwei Teebeuteln nach Wahl – besonders passend sind natürlich Sorten wie Glühwein, Wintergewürze oder Weihnachtstees – mit ordentlich Kardamomkapseln, Sternanis, einem Stück Ingwer und einer kleinen Zimtstange aufgekocht und köchelt dann ca. 10 Minuten auf kleiner Stufe vor sich hin.

Währenddessen wird eine Glasflasche desinfiziert, indem sie mit kochendem Wasser ausgespült wird.

Nach der Kochzeit werden die Gewürze und Teebeutel aus dem Punsch gefischt, dann wird das Getränk mit 250ml Traubensaft aufgegossen, eine halbe Zitrone hineingepresst und nach Geschmack mit Agavendicksaft oder Reissirup gesüßt.

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Der heiße Punsch hält eingeweckt in der Glasflasche mindestens drei Wochen pur, verdünnt mit Wasser oder auch mal einem halben Glas Rotwein aufgegossen.

 

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