Neujahresvorsatz für 2019 (und natürlich auch darüber hinaus): WIEDER MEHR RENNRAD FAHREN

 

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Nein, das hier wird nicht so ein Neujahres- Fitnessding, das spätenstens am 6. Januar doch wieder hinfällig wird. Und im Grunde hätte ich mir diesen Vorsatz auch an jedem anderen beliebigen Tag im Jahr hätte stecken können.

Nun ist es aber so, dass das Ende eines alten und der Beginn eines neuen Jahres läd schon besonders dazu ein, sich Gedanken darüber zu machen, wie zufrieden man mit sich selbst, der aktuellen Situation und den gegenwärtigen Verhaltensweisen ist.

Allerdings ist es natürlich nicht so, dass ich mit meiner gegenwärtigen sportlichen Aktivität unzufrieden bin. Wer den Artikel zu meinem aktuellen Trainingsplan gelesen hat weiß, dass das auch sicher weder gerechtfertigt, noch sehr gesund wäre, in der sportarmen Zeit des Jahres deutlich mehr zu trainineren.

Und trotzdem lautet mein Neujahresvorsatz Number One: Wieder mehr Rennrad fahren.

Denn tatsächlich hat sich bei mir in Sachen Radfahren in letzter Zeit ein bisschen der Schlendrian eingeschlichen. Die Trainingsinheiten zur Regeneration und Recom – Einheiten habe ich in den letzten Monaten aus Temperatur- und Windstärkegründen vermehrt in die Schwimmhalle, auf den Crosstrainer oder in die Laufschuhe verlegt. Und prinzipiell ist das natürlich auch kein Problem.

Warum ich genau das trotzdem wieder verändern möchte, hat vor allem zwei Gründe.

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1. Radfahren ist deutlich gelenkschonender als Laufen.

Die Off-Season ist (in meinem Fall) vor allem dazu da, meine Ausdauer weiter auszubauen, meine Gelenke zu entlasten und den Bewegungsapparat durch Krafttraining zu stärken und zu stabilisieren. Grade das zweite Ziel wird vermutlich verfehlt werden, wenn ich weiterhin so häufig und so lange durch die Schwarzwälder Berge renne, wie ich es aktuell tue. Die Gefahr, dass ich mich noch in der Off-Seson, spätestens aber zu Beginn der neuen Saison, wenn das (Lauf)training wieder deutlich intensiver wird, verletzten werde, ist dementsprechend relativ groß.

2. Rennradfahren ist einfach meine große Liebe.

Es mag seltsam klingen, aber manchmal vergisst man einfach, wie sehr man etwas liebt, wenn man es nicht tut. Als ich vor einer Woche nach zugegebenermaßen ziemlich langer Zeit mal wieder auf meinen roten Fitzer gestiegen bin, um mich auf eine längere Ausfahrt zu begeben, habe ich schon nach wenigen Metern gemerkt, wie sehr ich Radfahren liebe. Die Bewegungsform, die Geschwindigkeit und vielleicht auch ein bisschen der Temporausch auf Bergabpassagen sind adrenalintechnisch doch nochmal eine ganz andere Liga als schnelle Tempointervalle auf der Bahn oder Trailläufe in den Bergen.

So erschöpft, so glücklich und so zufrieden wie mich eine Ausfahrt mit dem Rennrad macht, macht mich tatsächlich nur eine Ausfahrt mit dem Rennrad.

Der zweite und nicht weniger relevante Aspekt meines Neujahresvorsatzes ist die Umweltkomponente. Denn mein Rad ist natürlich nicht nur Trainingstool, sondern vor allem auch mein Fortbewegungsmittel Nummer eins. Ich lebe ich einer mittelgroßen Stadt, was zum einen bedeutet, dass das Netz an öffentlichen Verkermitteln zwar eher mau ist, es heißt aber vor allem auch, dass ich im Grunde alle Wege innerhalb der Stadt problemlos mit dem Rad bewältigen kann.

Die Realität sieht leider anders aus.

Ich hatte ziemlich lange Zeit weder ein eigenes Auto, noch stand mir eines zur Verfügung und zu Studentenzeiten war ich noch nicht einmal im Besitz eines Semestertickets für das Karlsruher S-Bahn-Netz. Will heißen, ich habe jahrelang tatsächlich JEDEN Weg, JEDE Erledigung, JEDEN Einkauf entweder mit dem Rad oder zu Fuß erledigt (Spoiler: Es war nie ein Problem und die Wege waren damals noch deutlich länger, als das jetzt der Fall ist). Mit dem Umzug nach Berlin kamen natürlich einige Fahrten mit S- und U-Bahnen, Zügen und Bussen dazu, trotzdem habe aus Zeitgründen (ja, man ist mit dem Rennrad tatsächlich häufig deutlich schneller) und meiner Abneigung zu wahlweise nach Schweiß oder nach Alkohol müffelnden Mitmenschen, so oft wie möglich das Rad bemüht.

Nun haben sich vor einigen Monaten die Bedingungen wieder verändert. Diesmal sehr zu Gunsten meines Rennrades. Trotzdem haben die veränderten Verhältnisse dazu geführt, dass ich im Alltag deutlich weniger Rad fahre als zuvor.

Die Frage nach den Gründen ist einfach wie peinlich.

a. Mir steht seit einigen Monaten ein Auto zu meiner freien Vefügung.

b. Es ist verdammt kalt geworden.

c. Gründe a. und b. haben dazu geführt, dass ich verdammt faul geworden bin.

Grund a. ist schnell abgehandelt, denn tatsächlich bedeutet die Existens eines Autos natürlich nicht, dass ich es auch nutzen muss. Die Umweltbelastung plus Benzinkosten sollte eigentlich Grund genug sein das Auto einfach vor dem Haus stehen zu lassen.

Grund b. ist natürlich absolut subjektiv. Ja, es ist Winter und ja, es ist kalt. Aber zum einen ist es auch nicht so, als würde ich in Sibirien leben (oder in Berlin … ) und zum anderen war der Winter dieses Jahr weder besonders kalt, noch besonders glatt oder oder. Rennrad fahren ist, objektiv betrachtet, selbst jetzt Anfang Januar noch problemlos möglich und ich war schon zu deutlich extremeren Wetterbedingungen sehr regelmäßig radfahrend unterwegs.

Grund c., well, lassen wir jetzt einfach mal so stehen.

Diesen Monat heißt es jetzt also zum einen, die Trainingseinheiten, die auf dem Rad möglich und sinnvoll sind wieder mit dem Rad zu erledigen und zum anderen, Wege sinnvoll planen, Einkäufe eventuell zu teilen und diese dann auch tatsächlich mit dem Rad erledigen.

Ich werde immer mal wieder reflektieren, Höhen und Tiefen aufschreiben und spätenstens Ende Januar ein Update verfassen.

3 Gedanken zu “Neujahresvorsatz für 2019 (und natürlich auch darüber hinaus): WIEDER MEHR RENNRAD FAHREN

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